Anwenderberichte der Klimainitiative

Frankfurter Societätsdruckerei GmbH, Mörfelden

Frankfurter Societätsdruckerei GmbH, Mörfelden

Von Mörfelden aus wird Hessen mit Informationen versorgt. Die Distribution der starken Abonnement-Zeitung „Frankfurter Neue Presse“ startet von hier.

Frankfurter Societätsdruckerei: Mit CO2-Rechner Vorreiter im Zeitungsdruck

Das begrünte Dach der Frankfurter Societätsdruckerei in Mörfelden kann man durchaus als Sinnbild für deren Umweltengagement sehen. Denn in den Druckhallen wird seit 1993 konsequent an der umweltgerechten Produktion gearbeitet. Hergestellt werden hier im Coldsetdruckverfahren die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Neue Presse sowie weitere Zeitungsprodukte. Als eine der ersten Zeitungsdruckereien macht die Societätsdruckerei dabei ihren Kunden das Angebot, den CO2-Ausstoß bei der Produktion der Druckprodukte zu berechnen. Zum Einsatz kommt deshalb seit September 2008 der CO2-Rechner des Bundesverbands Druck und Medien e.V. (bvdm). Eine bewusste Entscheidung, wie der Projektverantwortliche für das Thema „Klimaneutrales Drucken", Rainer Stockbauer, betont: „Wir wollten unsere Umweltaktivitäten um ein weiteres Gebiet ergänzen“.

Einer der umweltfreundlichsten Betriebe Deutschlands

Diese bisherigen Umweltaktivitäten sind umfangreich und stets wegweisend, legt die Druckerei doch bereits seit Ende der 90-er Jahre eine Ökobilanz vor. In dieses Bild passt auch der CO2-Rechner. Er ermöglicht den Druckereikunden, aktiv zum Umweltschutz beizutragen. Der Rechner ermittelt den CO2-Ausstoß eines Druckauftrages. Die Druckerei oder ihr Kunde kann den bilanzierten CO2-Wert durch den Erwerb von Zertifikaten aus Klimaschutzprojekten kompensieren. Auf die umweltfreundlich produzierten Druckprodukte der Druckerei vertrauen die Kunden ohnehin. Und das zu Recht, zählt die Societätsdruckerei nach den Kennzahlen für Energie- und Wasserverbrauch seit Jahren zu den umweltfreundlichsten Druckbetrieben Deutschlands. Energie gespart wird in Mörfelden unter anderem mit Direktbefeuchtung in der Produktion sowie einer optimierten Gebäude- und Maschinenkühlung. Ebenfalls reduziert werden konnte der Chemikalieneinsatz, dafür sorgten Maschinenoptimierungen und neue Kontrollmechanismen.

Umweltengagement sichert Zukunft

Die Societätsdruckerei ist nach dem FSC-Standard (Forest Stewardship Council) und nach PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) zertifiziert. Damit engagiert sich das Unternehmen für nachhaltige Waldnutzung und kann ihren Kunden eine Produktion mit Papier nach kontrollierter Verarbeitungskette anbieten. Auch für das Thema CO2-Bilanzierung in der Druckbranche sieht Rainer Stockbauer künftig eine große Relevanz, die nach Bewältigung der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen noch steigen wird: „In wirtschaftlich stabilen Zeiten wird auch der Umweltschutz in der öffentlichen Diskussion wieder einen höheren Stellenwert einnehmen“. Auf die nächsten stabilen Zeiten ist die Frankfurter Societätsdruckerei als Trendsetter im ökologischen Zeitungsdruck gut vorbereitet. Die Initiative und Unterstützung des bvdm begrüßt Stockbauer dabei ausdrücklich „Es war eine kluge Entscheidung des bvdm, seine Mitglieder bei ihren Umweltaktivitäten zu unterstützen.“

Über die Frankfurter Societätsdruckerei GmbH

Im Druckzentrum Mörfelden arbeiten 500 Mitarbeiter. Neben vielen weiteren Zeitungsprodukten wird dort neben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Frankfurter Neue Presse produziert, eine der auflagenstärksten Abonnement-Tageszeitungen zwischen Frankfurt und Limburg. Ebenfalls in Mörfelden wird für die Westdeutsche Verlags- und Druckerei GmbH, ein Tochterunternehmen der Frankfurter Societät, das gesamte Leistungsspektrum des Akzidenzdrucks gedruckt. Um nahe am süddeutschen Markt zu produzieren, wird unter dem Namen »Süddeutsche Societäts-Druckerei« das Druckzentrum Maisach bei München betrieben. Weitere Informationen: www.zeitungsdruck.fsd.de

Über die Klimainitiative der Druck- und Medienverbände

Mit der Klimainitiative, deren Initiator der Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm) ist, erhalten mittelständische Druck- und Medienbetriebe die Möglichkeit, sich aktiv für den Klimaschutz zu engagieren. Die Initiative ermöglicht den Betrieben die produktionsbedingten klimaschädlichen Emissionen gegenüber Auftraggebern und Endkunden transparent zu machen und wenn gewünscht auszugleichen. Wichtige Komponenten sind dabei der CO2-Rechner zur Emissionsermittlung in der Druckerei, dessen Implementierung unterstützt von Schulungen und Beratungsleistungen sowie die Kompensation des bilanzierten CO2-Wertes. Dazu kann die Druckerei für die verursachten CO2-Emissionen entsprechende Zertifikate aus Klimaschutzprojekten erwerben.